Maschinerie Massentourismus

Patrick und ich wähnten uns ja eigentlich am Ende der Welt. Mit dem Küstenbus ging es von Warna nach Nessebar. Kurz vor der Zieleinfahrt aber stockte uns der Atem. Sunny Beach. Ein Touristenresort aus der Retorte. Eine gefühlte halbe Stunde, mindestens aber 15 Minuten zuckelt der Bus durch das Lager. Hotels, Casinos und noch mehr Hotels. Ein Brite besteigt den Bus. Die Holländer klärt er auf. “Das ist Sunny Beach! Wie ihr kennt es nicht?” Nessebar selbst war dann nur so zugepflastert von Souvenirshops. Überall gab es den selben Ramsch. Von Individualität keine Spur. Da standen wir. Völlig betröppelt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Erst regnete es, dann wurde ich von der Möwe angekackt. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

Hätte ein ganz normales Fischerdorf sein können: Nessebar.

Idyllische Lage, interessante Architektur.

 Alles für die Touristen: Tauchen auf Nessebar.

Alt ist nur noch die Fassade. Innen verkauft man Souvenirs, die stark an “Made in China” erinnern.

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