Ein Schlacks empfängt uns am Bahnhof. Terry, gebürtig aus London, hat ein Hostel in den Bergen. Ab 11 Euro die Nacht. Er bietet Patrick und mir an uns hinzubringen. Dann könnten wir selber entscheiden. Der Bärtige nickt und wir nehmen den alten Ford Bus über die große Hafenbrücke bis tief in die Berge. Wir landen auf einem Dorf. Der ideale Platz um zu entspannen. Da das Doppelzimmer gerade frei ist, haben wir nicht nur Privatsphäre sondern auch einen Balkon um über die Zukunft zu philosophieren. 14 Euro pro Nacht kostet das Paradies. Zum Einstand geht es in die einzige Kneipe im Ort. Die Besitzer sprechen fließend Deutsch. Sie haben fünf Jahre im Münchner Hofbräuhaus gearbeitet. Die Gurkensuppe kühlt den Tag. Auch ich nehme ein “Zagorka”, die hiesige Biermarke. Vom Nachbartisch wird uns unentwegt zugeprostet. Dem braun gegerbten, mit Tatoos überzogenen Seeman fehlt es an Zähnen, nicht aber an guter Laune. Immer wieder zeigt er uns wie Bier nachgegossen wird. Wir kommen uns vor wie in einer bulgarischen Werbung für Paulaner. Im Hostel lacht uns der australische Barkeeper dann für unsere Sonnencremé mit Faktor 50 aus. Er hielt das bisher für eine Legende, betont aber auch daß Australien das Land mit der höchsten Hautkrebsrate sei. Patrick muss schließlich mit seiner Tube für ein Photo Spalier stehen. Der Sonnenaufgang am nächsten Tag bleibt unvergesslich.



