Probleme

Oktober 21, 2008

Ich kann leider keine Bilder mehr laden. Zudem werden meine Bilder hier immer wieder verwechselt. Mir ist daher die Lust vergangen.

Fegefeuer

Juni 24, 2008

Ich habe heute meinen Sprachkurs mit „foarte bine“ abgeschlossen. Ein Witz. Ich hätte mir den Kurs wohl auch sparen können. Denn ohne viel Konversation mit den Menschen lernt man keine Sprache. Immerhin habe ich jetzt die Grammatik auf Tasche, beziehungsweise auf Blatt. Um mein Thermometer zu verstehen brauche ich keine Fremdsprachenkenntnisse. „Alarme“ erschließt sich mir auch so. Seit einer Woche sind es mindestens 27 Grad im Zimmer. Persönlicher Rekord liegt bei 32 Grad. Auf der Straße sind es 42 Grad. Mein Kollege hier meinte ich solle froh sein daß unser Haus überhaupt isoliert sei. Hallo? 32 Grad im Zimmer? Und das um 1 Uhr nachts? Sorry, morgen kaufe ich mein Ticket in die Heimat. Soll einer noch einmal sagen ich würde nicht genug trinken. 5 Liter. Pro Tag. Wer bietet mehr? Wie es reinfließt so schwitzt es raus. Mir ist jetzt klar warum es hier mancher Rentner nicht über den Sommer schafft. Bukarest ist Fegefeuer auf Erden.

Tödliche Floskeln

Juni 24, 2008

Hauptsache gesund. Wie oft hört man diesen Satz. Wir Menschen sind unverbesserlich. Wir kennen unsere Fehler und Schwächen genau. Sie abzustellen vermögen wir dennoch nicht. Wie oft habe ich mir schon vorgenommen Dinge nicht immer hinaus zuschieben. Mit mäßigem Erfolg. Trotzdem habe ich eines schon erreicht. Ich mache mir weniger Sorgen um Job, Krankheit und Zukunft. Egal wie die Sache mit Gregor endet, egal ob ich den ausstehenden Artikel noch platziere. Es geht mir gut. Gerade sind andere Dinge wichtiger. Ein Schritt nach dem anderen. Ein Freund erzählte mir auf seiner Arbeit wurde ein 30-jähriger Kollege mit Krebsmetastasen ins Krankenhaus eingeliefert. Der Stress. Wir sind nicht zu langsam. Diese Welt ist zu schnell geworden. Ich hoffe ich kann mit einer Postkarte das Leben des ein oder anderen zumindest für 5 Minuten entschleunigen. In zwei Wochen bin ich zurück. Das Konto ist leer. Der Stress naht.

Sandsüchtig.

Alex mit Anlauf.

Leni Riefenstahl hätte ihre Freude dran.

Grüße aus dem Paradies.

Wenn ich groß bin …

Juni 23, 2008

… dann sammle ich Autos. Keine Ferraris, keine Porsche. Sondern Ikarus Busse, Lada Geländewagen und Dacias. Übrigens standen in Veliko Tarnovo zwei Lada Nivas im Schaufenster. An der Wand dahinter ein Werbeplakat aus den 70-ern. Absolut surreal. Auch Elena schüttelt den Kopf als sie die Busflotte der Nummer 36 in Varna sieht. „Das glaubt mir zu Hause kein Mensch!“

Die Linie 36 in Varna. Busse als fahrende Museen. Die Tickets verkauft Oma im Bus. Opa lenkt.

SUV auf osteuropäisch: LADA.

Visit Veliko!

Juni 23, 2008

Brütende Hitze im Bus. Dann Ankunft in Veliko. Ein überwältigendes Panorama. Wie Baumpilze kleben die Häuser an den steilen Felsen. Ich sehe die eigentümlichsten Gebäude. Sie erstrecken sich über drei Etagen. Kleine Gassen vernetzen den Ameisenhaufen. Gäbe es eine Liste der hundert Plätze dieser Erde, die man gesehen haben muss, Veliko wäre einer. Nicht verpassen. Und auch wenn es hier manchen Souvenirladen gab, die Stadt fängt die noch überschaubaren Touristen problemlos auf. Noch. Ein ganz besonderes Highlight ist die nächtliche Lichtshow über der Kathedrale. Mit der Dunkelheit wird diese eine Viertelstunde lang kunstvoll beleuchtet. Ein schöner Abend, daran kann auch das Missmanagement des Hostels nichts ändern. Dort hat man unser Doppelzimmer nämlich profitgierig vertickt. Egal, Bulgarien ist wunderschön.

Alte Bekannte: Die Buspendler zwischen Bukarest und Ruse.

Bezaubernd: Dachterassen in Veliko Tarnovo.

Paradies für Patrick: Kunstkabuff und Antiquitätenladen.

Stadt mit Tradition und touristischer Zukunft: Veliko Tarnovo.

 Ich sehe was das du nicht siehst: Gassen in Veliko Tarnovo.

Das Hostel: vieletagiger Kunstbau.

Maschinerie Massentourismus

Juni 23, 2008

Patrick und ich wähnten uns ja eigentlich am Ende der Welt. Mit dem Küstenbus ging es von Warna nach Nessebar. Kurz vor der Zieleinfahrt aber stockte uns der Atem. Sunny Beach. Ein Touristenresort aus der Retorte. Eine gefühlte halbe Stunde, mindestens aber 15 Minuten zuckelt der Bus durch das Lager. Hotels, Casinos und noch mehr Hotels. Ein Brite besteigt den Bus. Die Holländer klärt er auf. „Das ist Sunny Beach! Wie ihr kennt es nicht?“ Nessebar selbst war dann nur so zugepflastert von Souvenirshops. Überall gab es den selben Ramsch. Von Individualität keine Spur. Da standen wir. Völlig betröppelt. Im wahrsten Sinne des Wortes. Erst regnete es, dann wurde ich von der Möwe angekackt. Das hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.

Hätte ein ganz normales Fischerdorf sein können: Nessebar.

Idyllische Lage, interessante Architektur.

 Alles für die Touristen: Tauchen auf Nessebar.

Alt ist nur noch die Fassade. Innen verkauft man Souvenirs, die stark an „Made in China“ erinnern.

Bulgarische Besonderheiten

Juni 10, 2008

Während der Deutsche das Ableben geliebter Menschen in Zeitungen bekannt gibt, setzt der Bulgare auf Zettel in Klarsichtfolien. An Bäumen, Wänden und Bushaltestellen – überall konnte man in gewesene Gesichter blicken. Gewöhnungsbedürftig.

 

Ich habe nicht eine Toilettenspülung in Bulgarien gesehen, die nicht von dem Satz flankiert war: „Bitte das Papier in den Eimer neben dem Klo. Danke.“ Tatsächlich plätscherten die bulgarischen Spülkästen nur fade vor sich hin. Immerhin weiß sich der Bulgare zu helfen. Da bekommt der Begriff „Wurstzange“ doch eine völlig neue Bedeutung. Grüße an dieser Stelle an Charlotte Roche. Das wäre doch ein neues Thema für ein Buch.

Wunderschönes Warna

Juni 5, 2008

Es gibt Städte, da fühlt man sich sofort zu Hause. Warna ist eine.

Markthalle in einer Nebenstraße.

Auf dem Boulevard.

Kein großer Supermarkt, doch viele kleine Ladenzeilen.

Balkon zum Hinterhof.

Kirche. Mit Anker vor dem Portal. Leider nicht im Bild.

Das Archäologische Museum.

Bunte Fassaden.

Straße nach Breslau.

Bausubstanz mit Potenzial.

Buskinder. Warten auf den Ikarus.

Die Warnaer Oper.

Warnaer Architektur verzaubert.

Fernweh: Der Hafen in Warna.

Meeting of Styles: Die Promenade in Warna.

Genauso stelle ich mir meine Ankunft in Wladiwostok vor.

Warna bei Nacht. Ein Abschied auf Zeit. Ich komme wieder. Schon bald.

Endstation Sehnsucht

Juni 4, 2008

Meine Stadt, mein Land, meine Leute – mein Strand!

Angekommen. Deutschland. Tschechische Republik. Ungarn. Rumänien. Bulgarien. Und dann endlich Osteuroparekord: Das Schwarze Meer.

Endstation Sehnsucht. Das nächste Mal nehmen wir die Fähre nach Odessa.

Der Storch am Strand.

Einlauf in den Hafen.

Lemmel und ich 14 Tage unrasiert.

Wasserballer.

Wassernixen.

Ferien auf dem Dorf

Juni 4, 2008

Ein Schlacks empfängt uns am Bahnhof. Terry, gebürtig aus London, hat ein Hostel in den Bergen. Ab 11 Euro die Nacht. Er bietet Patrick und mir an uns hinzubringen. Dann könnten wir selber entscheiden. Der Bärtige nickt und wir nehmen den alten Ford Bus über die große Hafenbrücke bis tief in die Berge. Wir landen auf einem Dorf. Der ideale Platz um zu entspannen. Da das Doppelzimmer gerade frei ist, haben wir nicht nur Privatsphäre sondern auch einen Balkon um über die Zukunft zu philosophieren. 14 Euro pro Nacht kostet das Paradies. Zum Einstand geht es in die einzige Kneipe im Ort. Die Besitzer sprechen fließend Deutsch. Sie haben fünf Jahre im Münchner Hofbräuhaus gearbeitet. Die Gurkensuppe kühlt den Tag. Auch ich nehme ein „Zagorka“, die hiesige Biermarke. Vom Nachbartisch wird uns unentwegt zugeprostet. Dem braun gegerbten, mit Tatoos überzogenen Seeman fehlt es an Zähnen, nicht aber an guter Laune. Immer wieder zeigt er uns wie Bier nachgegossen wird. Wir kommen uns vor wie in einer bulgarischen Werbung für Paulaner. Im Hostel lacht uns der australische Barkeeper dann für unsere Sonnencremé mit Faktor 50 aus. Er hielt das bisher für eine Legende, betont aber auch daß Australien das Land mit der höchsten Hautkrebsrate sei. Patrick muss schließlich mit seiner Tube für ein Photo Spalier stehen. Der Sonnenaufgang am nächsten Tag bleibt unvergesslich.


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